| Fre 24 Mai 18:00 - Stammtisch RED BIKER Wien Süd |
| Sam 25 Mai 10:00 - 21:00 Ausfahrt WIEN - BURGENLAND - KINDERDORF Pöttsching |
| Son 26 Mai 08:00 - 17:00 Stift Göttweig |
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Forderungen der BikerInnen zur Sprache bringen und Bewußtsein bilden
Interessenvertretung gegenüber Politik und Verwaltungen
Vernetzen mit anderen Motorradinitiativen und gemeinsam stärker werden
Die EU-Kommission empfiehlt Städten die Freigabe von Busspuren (WIEN) für Motorzweiräder! Ihr Argument: Das erhöht sowohl die Sicherheit wie auch die Attraktivität des Motorrad- und Mopedfahrens in Städten. Denn Motorzweiräder sind platz- und energiesparender als Autos, so die EU! In Wien wurde die Freigabe von bereits mehreren Busspuren für einspurige Kfz erreicht. Die RED BIKER fordern solche Freigaben in allen österreichischen Ballungsräumen!
Weder BikerInnen noch AutofahrerInnen haben eine Freude, wenn Bikes zwischen Autos parken. Das Risiko einer Beschädigung beim Ein- und Ausparken der Autos ist für beide da. Deshalb schaffen fortschrittliche Städte in Europa eigene Bikerparkplätze (und wenn auch nur während der warmen Jahreszeit). In Wien gibt es schon knapp 100 Standorte mit Bikerparkplätzen - viele auf Initiative der RED BIKER. Und die Erfahrungen sind nur positiv.
BikerInnen dürfen - laut Straßenverkehrsordnung §12 - an stehenden Kolonnen vorbeifahren (und dabei auch "bogenartig" Busspuren benutzen!!). Bei Ampeln an Kreuzungen stehen sie dann allerdings neben den Autos, was bei Wegfahren zu gefährlichen Situationen mit dem Gegenverkehr führen kann. Die RED BIKER fordern daher die Schaffung von vorgezogenen Haltelinien an Kreuzungen, die Motorzweirädern, allenfalls auch Fahrrädern, vorbehalten sind.
Die RED BIKER fordern einen Unterfahrschutz für Leitschienen oder durchgängige Prallwände, um das Verletzungsrisiko im Fall eines Sturzes zu verringern. Griffige Fahrbahnbeläge sollen ebenfalls das Sturzrisiko vermindern. Vor allem Bitumen-Ausbesserungen in Längsrichtung haben schon viele unnötige Unfälle verursacht und müssen daher eingestellt werden. Erste Verbesserungen haben die RED BIKER schon erreicht (zuletzt in Vorarlberg und im Burgenland am Geschriebenstein).
Das ist der bislang größte Erfolg, den die RED BIKER zusammen mit anderen Initiaven erreicht haben. Der Sicherheitsvorteil für Biker ist seit 1.1.2008 wieder gegeben, wenn Autos nur mehr dann mit Licht am Tag fahren, wenn es Witterung oder Jahreszeit erfordern (und das ist meist der Fall, wenn BikerInnen ehr nicht unterwegs sind). Doch der Kampf ist nicht zu Ende. Die EU hat per 07.02.2011 verordnet, dass Neufahrzeugen mit DRL (Daytime Running Lights) Lichtern ausgestattet sein müssen. Wir werden weiterhin darauf achten ob der Sicherheitsunterschied zu einspurigen Kraftfahrzeugen klar erkennbar ist.
Schwerpunkt: UNGERECHTIGKEITEN BESEITIGEN
Die RED BIKER fordern 1. eine 6-Monats-Vignette für Motorräder auf Autobahnen, weil wir nur das halbe Jahr fahren und die Fahrbahn wesentlich weniger abnutzen als Autos. 2. Die 10-Tages- und 2-Monatsvignette muss billiger werden, weil sie im Verhältnis zu Auto-Vignetten teurer sind. Und 3. Auch die Mauten auf Sondermautstrecken müssen billiger werden. Auch hier sind BikerInnen gegenüber AutofahrerInnen benachteiligt. Außerdem können wir nicht die Videomautspuren nutzen. Die Mautvignette sollte außerdem nummernschildabhängig, nicht fahrzeugabhängig gestaltet werden (das ist bei einem Wechselkennzeichen für zwei oder mehrere Bikes wichtig).
Die Normverbrauchsabgabe ist beim Kauf von Autos und Motorrädern zu zahlen. Bei Autos wird sie nach dem Normverbrauch bemessen, bei Bikes aber nach dem Hubraum. Dadurch ist sie schon ab 250 ccm für Bikes rund doppelt so hoch als für Autos mit gleichem Verbrauch, aber 600 ccm sogar dreimal so hoch! Das bedeutet Mehrkosten von einigen hundert bis tausend Euro! Das ist zutiefst ungerecht und muss bei der nächsten Steuerreform repariert werden. Andernfalls überlegen wir den Gang zum Verfassungsgerichtshof!
Ein Wechselkennzeichen, das für Auto UND Motorrad gilt, kann die Benutzung einspuriger Kraftfahrzeuge noch attraktiver machen. Bisher kann man zu einem Auto kein Motorrad auf Wechselkennzeichen anmelden. Die RED BIKER fordern eine entsprechende Gesetzesänderung.
Die einfachste Art, das Freiheitsgefühl auf zwei Rädern zu erleben, ist der B111. Damit können Motorräder bis 125ccm und mit maximal 11kW (15PS) mit nur 6 Stunden Praxis und ohne Prüfung gefahren werden. Allerdings: der B111 gilt nur in Österreich und in einigen anderen EU-Ländern, aber nicht etwa in unseren Nachbarländern Deutschland und der Schweiz. Daher verlangen wir, dass man mit dem B111 auch dort fahren darf.
Die RED BIKER fordern, das Kraftfahrgesetz zu ändern, damit MotorradfahrerInnen Kosten erspart bleiben, wenn sie beispielsweise Sturzbügel oder Topcases montieren wollen. Teile, die keine Bedeutung für die Verkehrssicherheit haben, sollen nicht mehr genehmigungspflichtig sein.
Die RED BIKER stellen zur Diskussion, die Normverbrauchsabgabe künftig nach CO2-Ausstoß zu staffeln - mit Malus- und Bonus-Beträgen, so wie bei den PKW ab Juli 2008 gültig. Die RED BIKER sind dafür, Anreize zu schaffen, verbrauchs- bzw. schadstoffarme Motorräder zu fahren.
Die Nutzung von Motorzweirädern anstelle des Autos ist ein Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz, wenn der Spritverbrauch geringer ist als bei Autos. Die RED BIKER wollen, dass Motorrad- und Mopedfahren möglichst ohne Schaden für Umwelt und Klima ist. Wir treten ein für mehr Forschung und Entwicklungsförderung für saubere Motorentechnologie auch bei Motorzweirädern. Eine Vision könnte das Hybridmotorrad sein.