Montag, 23. Oktober 2017
RED BIKER - Die Interessensvertretung für Bikerinnen und Biker in Österreich

Die Red Biker Forderungen

SCHWERPUNKT STADTVERKEHR

Busspuren freigeben

busspur
Die EU-Kommission empfiehlt Städten die Freigabe von Busspuren für Motorzweiräder! Ihr Argument: Das erhöht sowohl die Sicherheit wie auch die Attraktivität des Motorrad- und Mopedfahrens in Städten. Denn Motorzweiräder sind platz- und energiesparender als Autos, so die EU! In Wien wurde die Freigabe von bereits mehreren Busspuren für einspurige Kfz erreicht. Die RED BIKER fordern solche Freigaben in allen österreichischen Ballungsräumen!

Mehr Motorrad-Abstellplätze schaffen

Leopoldstadt
Weder BikerInnen noch AutofahrerInnen haben eine Freude, wenn Bikes zwischen Autos parken. Das Risiko einer Beschädigung beim Ein- und Ausparken der Autos ist für beide da. Deshalb schaffen fortschrittliche Städte in Europa eigene Bikerparkplätze (und wenn auch nur während der warmen Jahreszeit). In Wien gibt es schon knapp 100 Standorte mit Bikerparkplätzen - viele auf Initiative der RED BIKER. Und die Erfahrungen sind nur positiv.

Vorgezogene Haltelinien an Kreuzungen

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BikerInnen dürfen - laut Straßenverkehrsordnung §12 - an stehenden Kolonnen vorbeifahren (und dabei auch "bogenartig" Busspuren benutzen!!). Bei Ampeln an Kreuzungen stehen sie dann allerdings neben den Autos, was bei Wegfahren zu gefährlichen Situationen mit dem Gegenverkehr führen kann. Die RED BIKER fordern daher die Schaffung von vorgezogenen Haltelinien an Kreuzungen, die Motorzweirädern, allenfalls auch Fahrrädern, vorbehalten sind.

SCHWERPUNKT SICHERHEIT

Leitschienen sicherer machen

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Die RED BIKER fordern einen Unterfahrschutz für Leitschienen oder durchgängige Prallwände, um das Verletzungsrisiko im Fall eines Sturzes zu verringern. Griffige Fahrbahnbeläge sollen ebenfalls das Sturzrisiko vermindern. Vor allem Bitumen-Ausbesserungen in Längsrichtung haben schon viele unnötige Unfälle verursacht und müssen daher eingestellt werden. Erste Verbesserungen haben die RED BIKER schon erreicht (zuletzt in Vorarlberg und im Burgenland am Geschriebenstein).

SCHWERPUNKT: UNGERECHTIGKEITEN BESEITIGEN

Mautvignetten gerechter gestalten
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Die RED BIKER fordern 1. eine 6-Monats-Vignette für Motorräder auf Autobahnen, weil wir nur das halbe Jahr fahren und die Fahrbahn wesentlich weniger abnutzen als Autos. 2. Die 10-Tages- und 2-Monatsvignette muss billiger werden, weil sie im Verhältnis zu Auto-Vignetten teurer sind. Und 3. Auch die Mauten auf Sondermautstrecken müssen billiger werden. Auch hier sind BikerInnen gegenüber AutofahrerInnen benachteiligt. Außerdem können wir nicht die Videomautspuren nutzen. Die Mautvignette sollte außerdem nummernschildabhängig, nicht fahrzeugabhängig gestaltet werden (das ist bei einem Wechselkennzeichen für zwei oder mehrere Bikes wichtig).

Wechselkennzeichen Auto-Motorrad schaffen

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Ein Wechselkennzeichen, das für Auto UND Motorrad gilt, kann die Benutzung einspuriger Kraftfahrzeuge noch attraktiver machen. Bisher kann man zu einem Auto kein Motorrad auf Wechselkennzeichen anmelden. Die RED BIKER fordern eine entsprechende Gesetzesänderung.

Anerkennung des B111 auch im Ausland

Die einfachste Art, das Freiheitsgefühl auf zwei Rädern zu erleben, ist der B111. Damit können Motorräder bis 125ccm und mit maximal 11kW (15PS) mit nur 6 Stunden Praxis und ohne Prüfung gefahren werden. Allerdings: der B111 gilt nur in Österreich und in einigen anderen EU-Ländern, aber nicht etwa in unseren Nachbarländern Deutschland und der Schweiz. Daher verlangen wir, dass man mit dem B111 auch dort fahren darf.

Motorradzubehör leichter genehmigen

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Die RED BIKER fordern, das Kraftfahrgesetz zu ändern, damit MotorradfahrerInnen Kosten erspart bleiben, wenn sie beispielsweise Sturzbügel oder Topcases montieren wollen. Teile, die keine Bedeutung für die Verkehrssicherheit haben, sollen nicht mehr genehmigungspflichtig sein.SCHWERPUNKT: UMWELTSCHUTZ

Normverbrauchsabgabe nach CO2-Ausstoss staffeln

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Die RED BIKER stellen zur Diskussion, die Normverbrauchsabgabe künftig nach CO2-Ausstoß zu staffeln - mit Malus- und Bonus-Beträgen, so wie bei den PKW ab Juli 2008 gültig. Die RED BIKER sind dafür, Anreize zu schaffen, verbrauchs- bzw. schadstoffarme Motorräder zu fahren.

 "Saubere" Bikes

Bike
Die Nutzung von Motorzweirädern anstelle des Autos ist ein Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz, wenn der Spritverbrauch geringer ist als bei Autos. Die RED BIKER wollen, dass Motorrad- und Mopedfahren möglichst ohne Schaden für Umwelt und Klima ist. Wir treten ein für mehr Forschung und Entwicklungsförderung für saubere Motorentechnologie auch bei Motorzweirädern. Eine Vision könnte das Hybridmotorrad sein.

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